SRI YANTRA RESEARCH

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Classic construction of  SRI YANTRA,   the „Mother“ of all Yantras.
In Sanskrit, the generic meaning of Yantra is „instrument, contrivance, apparatus“, and the -tra suffix expressing instruments.
Sri has a core meaning of „diffusing light or radiance“, related to the root śrā „to cook, boil“, but as a feminine abstract noun,
it has received a general meaning of „grace, splendour, lustre, beauty; wealth, affluence, prosperity“.

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SRI YANTRA  130x130cm ink

 

HAW TO DRAW A PERFECT SRI YANTRA
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SRI YANTRA: A TOOL FOR CONNECTING WITH THE DIVINE
The Sri Yantra is one of the oldest and most powerful symbols of Holy Geometry. It’s a 2D-representation of the divine cosmic matrix that creates reality. It moves energy, leading to purification and enhancement. Yantra means tool, and Sri refers to the Holy. Thus by interacting with it in meditation, you can clear negativity and achieve spiritual and material wealth. In a different perspective, the Sri Yantra is a path of removing obstacles to self-revelation.

DYNAMICS OF CREATION AND CONSCIOUSNESS
The Yantra represents the process of creation. The dot in the center (Bindu) is the portal to the unmanifested divine source out of which the variety of the material world is created. On an energetic level one could say: The Sri Yantra attracts cosmic energies from the universe through it’s Bindu and continually releases divine energy in its surrounding areas. The Bindu represents pure awareness, while the surrounding structure can be seen as the facets of consciousness. The overlapping triangles around the Bindu are like prisms that split the primal light into a multidimensional rainbow. Four big upward-pointing triangles represent Shiva, consciousness, the male principle. Five triangles are pointing downwards: they depict Shakti, the female, the cosmic energies, the divine mother. The overlapping triangles contain a fractal world, an infinite progression in the micro- and macrocosms … boundless Now

OPENING NEW NEURAL PATHWAYS
It’s by meditating on the Sri Yantra that you can tap into it’s powers. By connecting to it through the gaze but also by inward visualization, new neural pathways in the brain get activated.

A PATH TO SELF-REALIZATION
In the Vedic tradition meditation can be seen as the journey of removing obstacles on the path of self-realisation: from the outer squares, through the circles, via various geometric configurations of triangles to the Bindu. Here the outer square structures represent space, while the following three cirles represent time as past, present and future. All together, squares and circles can be seen as the obstacle of our lockedness into space and time. On the other hand, the downward-pointing triangle surrounding the Bindu is called the ‘Chakra Giving All Success’. So anything you are wanting to accomplish, you create here and you are granted here.

A TOOL FOR UNDERSTANDING YOURSELF
The benefits of the Sri Yantra do not end with meditating on it. Just by having a Sri Yantra symbol in a room you can clean it energetically, harmonize and charge it noticably, as well as aligning the energies of the people who live there. Working with the Sri Yantra shows that energy and vision lie on the basis of our material world. We are allowed to manifest our own dreams, not those of other people. To feel, think, talk and act in a pure and clear way is the highest feat a human being can achieve. In this pure state we can understand who we truly are.

 

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SRI YANTRA  108x108cm

SHRI YANTRA and the Great Pyramid of Giza

Im folgenden Text möchte ich skizzenhaft einige Überlegungen mitteilen, die mir während des
Konstruieren vom Shri Yantra in den Sinn kamen.
Die emotionalen „seelischen Zustände“ sind noch wesentlich schwerer in Worte zu fassen und
werden deshalb hier nicht im Fokus der Betrachtung stehen. Die inneren Bilder und die
wahrgenommenen energetischen Phänomene – die inneren wie die äusseren – sind meist so
andersartig im Vergleich mit den sogenannten „alltäglichen“ Sinneseindrücken, dass eine
Interpretation meist erst hinterher stattfinden kann.
Die Wirklichkeit sieht komplett anders aus, je nachdem ob sie von „hier“, das heißt von der
feststofflichen Seite betrachtet oder von der energetischen / feinstofflichen Seite gesehen wird.
Die feinstoffliche Seite kann beispielsweise auch in völliger Dunkelheit oder auch mit
geschlossenen Augen wahrgenommen werden.
Dieser Text kann so als eine Art „Übersetzung“ verstanden werden. Zudem möchte ich hier frei,
trotz aller Objektivität, auch einen Anteil meiner subjektiven Beobachtungen mitteilen, die
teilweise widersprüchlich erscheinen. Das liegt unter anderem auch daran, dass ein Element
unterschiedliche Funktionen bei verschiedenen Betrachtungsweisen erfüllen kann. Hinzu
kommt noch, dass abhängig von der Untersuchungsebene und von dem Denkwerkzeug (Logik)
das angewendet wird, unterschiedliche Konzepte entstehen, die konträr seien müssen. Die
Ergebnisse, die durch Anwendung unterschiedlicher Konzepte entstehen, sind in sich richtig
und trotzdem zu einander gegensätzlich. Die Antinomien sind auch in der Mathematik
enthalten, der sogenannte Gödelsche Unvollständigkeitssatz zeigt dies ganz deutlich.
Die Geometrie kann wie eine Sprache genutzt werden. Das Shri Yantra zeigt die Ebenen des
Seins. Es spielt dabei keine Rolle ob wir es Ganzheit, Bewusstsein, Natur, Gott oder mit einem
anderen Wort bezeichnen. Es ist weiter für unsere Betrachtung auch nicht von Bedeutung, ob
der „Prozess der Schöpfung“ real oder lediglich virtuell erlebt wird. Wie immer es auch benannt
werden soll: „Es ist was es ist“. Alles Gesagte ist lediglich eine Interpretation.
Die Trennung des Betrachters von dem Betrachteten ermöglicht ein analytisches Denken. Das
Interessante ist, dass der Beobachter / das „Gewahr-Sein“ sich nicht ändert, während sich das
Beobachtende, das „Bewusst-Sein“, sich beständig verändert.
193In dem Yantra symbolisiert der Punkt das „Gewahrsein“. Ein konstanter Mittelpunkt und die
umgebenden Strukturen sind die „Räume“, der Leib des Bewusstseins. Das, was wir Leben
nennen, ist die Oszillation des Bewusstseins. Somit beschreibt das Shri Yantra die Entwicklung
von Einheit zur Differenziertheit. Der „Rote Faden“ verläuft vom Punkt zur Mehrheit, zur
Vielheit, zu den unendlichen Zahlenfolgen, welche durch die Primzahlen in Gruppen sortiert
werden. Sie bilden dann die geometrischen Formen, die wiederum die Grundlage der „Raum-
Struktur“ und „Materie-Struktur“ bilden. Die geordneten „Raum-Rhythmen“, die „Stehenden-
Wellen“ ordnen das „Chaos“. Es entsteht ein Klanggewebe. Von da aus ist es nur ein Schritt zur
Kristallographie. Diese bildet den Übergang von anorganischen zu organischen Stoffen – das
heisst zur Strukturbiologie.
Das Shri Yantra ist ein „Bauplan“.
Der Raum, der aus „unendlichen“ Mengen besteht, wird „spontan“ geordnet durch die
innenwohnende Dynamik der Elemente, dass bedeutet durch Zahlen. Jede Zahl besitzt sowohl
individuelles Verhalten als auch kollektives Verhalten. Jede Menge baut andere geometrische
Formen auf. Die Zahlen werden durch die Primzahlen geordnet, in harmonische oder
disharmonische Gruppen, Punkt und Kontrapunkt.
„Der Klang der Schöpfung – Duft der Goldenen Blume.“
Die Formen, die entstehen, bilden den „Ozean“, das „Lichtnetz“. Die Materie entsteht in den
Knotenpunkten der „Lichtwellen“, in den Schnittpunkten der Interferenzmuster. Das Yantra ist
auch eine Art Maschine, ein Instrument, eine technische Zeichnung, die Grundprinzipien
veranschaulichen kann.
Das Shri Yantra, auch Shri Chakra Yantra genannt, besteht aus einem Punkt in der Mitte,
27 Linien, die sich zu 4 aufwärts zeigenden und 5 abwärts zeigenden Dreiecken gruppieren.
Die 9 ineinander verschlungenen Dreiecke bilden das Kleid des „Ur-Einen“, die sogenannte
mehrdimensionale Merkaba. Die vier nach oben gerichteten Dreiecke werden Shiva (Analyse /
Entropie) und die fünf nach unten gerichteten Dreiecke werden Shakti (Synthese / Syntropie)
zugeordnet. Durch ihre Überkreuzung / Überlagerung bilden sich nach bestimmter Zählweise 43
oder 53 kleinere Dreiecke. Das Yantra beinhaltet 6 Kreise.
In zwei Zwischenräumen der Kreise sind Blütenblätter, mit 8 und mit 16 Blütenblättern sind es
zusammen 24 Blütenblätter. Vier rechteckige Kreuzstrukturen umgrenzen die Kreise.
Das „Heilige Instrument“ repräsentiert die drei Prinzipien: Form (Akritirupa), Funktion
(Kriyarupa) und Energie (Shaktirupa). Alle Formen haben eine „äußere“ grobstoffliche und eine
„innere“ feinstoffliche Struktur.

Das Shri Yantra ist eine komplexe Konstruktion, es sind mehrere Schichten, Energie- und
Wirkungsebenen, die aufeinander aufbauen. Einige davon sind Energie erzeugend, andere
dienen der Strukturierung der erzeugten Energien und deren Ausrichtung.
Die eigentliche Quelle ist nicht sichtbar. Es es ist das formlose, transzendente Mahabindu.
Die Ganzheit wird symbolisch durch einen Punkt repräsentiert – das Zentrum, das Bindu – der
potentiell die Gesamtheit in sich enthält. Die erste Schöpfungsebene ist also an sich untätig
und es ist ein in der Stille „schwebendes“ „Gewahr-Sein“ oder anders ausgedrückt „das-Ich“
dass noch kein Körper besitzt.
Als nächstes wird „Energie“ kreiert und es entsteht die erste Bewegung. Diese besteht aus der
„ewigen Wiederholung“ der „Ur-Einheit“ das heißt des „Ur-Ich“, des „unsichtbaren Punktes“
Mahabindu. Daraus entsteht die Reihe 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9…
Es ist die unendliche Wiederholung der „1“.
Die „Zahl“ 2 ist „gebaut“ aus zwei Einsen. Die „3“ ist „gebaut“ aus drei Einsen und so weiter.
Die Wiederholung wird durch eine Spiegelung erreicht, das heisst die „1“ wird nicht dupliziert
sondern gespiegelt. Es ist eine Scheinvervielfältigung, eigentlich ist es ein Gegenüberstellen
von Spiegeln, die den Eindruck einer Unendlichkeit und Vielfalt „vortäuschen“(Maya). Dadurch
dass die eigentliche Quelle und Ursache im Verborgenen bleibt, ist der Eindruck einer Vielfalt
stabil und permanent.
Mathematisch betrachtet ist dieses Mysterium in dem einfachen, unendlichen, und
regelmäßigen Kettenbruch, der „Goldenen Zahl Phi“ Phi = 1,618033… enthalten, welcher nur
aus der Zahl 1 besteht.
Der erste Schatten, die erste Reflexion, die erste Spiegelung, der Punkt in der Mitte, das Bindu,
ist nicht die eigentliche Quelle, sondern die zweite Emanation.
Die erste Emanation ist die Stille, die “Leere“, der Raum. Das „Ich“, der „Punkt in der Mitte“ ist
eine Art „Loch“, eine „optische Linse“, ein „Stern“, durch welche das unsichtbare, dunkle Licht
des Bewusstseins fliesst … und betrachtet den „Kubus der fraktalen Wirklichkeit“.
Mit der „Kreation“ des Punktes entsteht simultan alles andere, es ist aber nicht eine Kreation
„ex nihilo“, eine Schöpfung aus dem Nichts, sondern das Vorhandene wird mannigfaltig
sichtbar.
Der Augenblick des Sichtbarwerdens nennen wir Anfang. Vor dem Anfang war nicht „Nichts“
sondern „Alles“ in einem „unmanifestierten“ Zustand.
Das heißt, dass mit dem Auflösen des Betrachters, sich gleichzeitig, das was der Beobachter
betrachtet hat, auflöst. An diesem Punkt wird klar, dass der Beobachter und das Beobachtete
ein und derselbe Prozess sind. Es sind nur Phasen eines Kreislaufs, der verschiedene
Funktionen erfüllt.
196Damit die Spiegelwirklichkeit wie ein wahres Gegenüber dasteht, muss es sich über Kreuz
spiegeln, das heißt in einem 90° Winkel. Die Basis des Yantras sind Kreuz und Quadrat.
Das führt wiederum zu Emanationen der vier Grundkräfte, welche aus der ersten primordialen
Energie entstehen und sich jeweils um 90° drehen. Es sind somit 1 plus 4, das heißt 5.
Die 5 ist die Quintessenz (quinta(5)-essenzia), es ist die Zahl, die notwendig ist, um die
„Goldene Zahl“ zu berechnen: das Phi (Phi=1,618033…).
Die große Pyramide, das erste Dreieck des Shri Yantras ist nach dieser „Goldenen Zahl“
konstruiert.
Die Dimensionen / Spiegelwirklichkeiten werden durch die Winkel der 9 Dreiecke bestimmt.
Die Winkel in denen die Spiegel zueinander stehen, erzeugen verschiedene geometrische
Formen.
Das „Ur-Licht“ fließt durch die 9 Prismen, überlagert sich und die Interferenzfelder erschaffen
die Gitternetze, die „stehenden Wellen“.
Dieser Vorgang wird ermöglicht durch die Einteilung der Zahlen. Die Ordnung des Zahlenraums
leisten die Primzahlen. Mit jeder nächsten Primzahl ändert sich das Gruppenverhalten. Durch
das zyklische Kreisen der Zahlen um ein Zentrum, entsteht auch das „Primzahlenkreuz“,
basierend auf der Zahl 24 (1 x 24; 2 × 12; 3 × 8; 4 × 6).
In der „Ur-Einheit“, in der „1“ ist alles enthalten. Die einzige Progression, Bewegung, die
möglich ist, ist das „in-sich-bewegen“ und zwar durch das „nach Innengehen“, Konzentration,
das heißt kleiner werden, eine Implosion. Mathematisch betrachtet sind das die reziproke
Zahlen.
Das ist der Grund, warum die Natur durch das nach Innengehen, Einwirbeln, Energie erzeugt /
verstärkt und durch das sogenannte nach Aussengehen, Auswirbeln, die Energie mindert.
Die Implosion, ein in sich Versinken, ist an die harmonikalen Gesetzmäßigkeiten gebunden. Die
Obertöne bilden den hyperbolischen Kegel, den „Klangturm“. In der Zykloiden Bewegung
werden die Frequenzen fortwährend oktaviert, eine Verwirbelung, eine Spiralbewegung
entsteht. Die Oktaven bilden eine „Spirallichtsäule“, die Wellen aussendet, die eine begrenzte
Länge haben, eine Art „Lichtfächer“ der auf und zu geht. Die vollkommene Resonanz der
Oktaven steht dem Klang, der maximalen Dissonanz des „Goldenen Schnitts“ gegenüber, die
den Kontrapunkt bildet.
Das Shri Yantra beinhaltet alle Prinzipien der Schöpfung, alle Schritte die notwendig sind, damit
die „Urquelle“ die “1“ vor der „1“ in einer relativen Wirklichkeit erscheinen kann.
Aus dem „Ur-Einem“ emaniert die Vielfalt. Aus der “1“ vor der „0“ wird simultan „das Nichts“
und die „Unendlichkeit“.
Das “ICH“ vor dem „Ich“.
197Durch die Kreation des bewegten Raumes – „0“ bis “unendlich“ – und des Aufleuchtens,
Erklingens der „1“ in den Raum, erzeugt sich ein relatives, bewegtes Kontinuum.
Die Schöpfung kann somit auch als „Ur-Dualität“ gesehen werden. (Brahman-Maya,
Vyavaharika-Paramarthika oder auch Purusha-Prakriti). Wobei die Werte 0, 1, 2, 3, 4… bis zur
Unendlichkeit, (Spiegelraum), ein Kontinuum bilden, das sich in „ewiger“ Bewegung befindet.
Diesem Kontinuum steht die „Ureinheit“, (die sich „vor“ der Null befindet) gegenüber. Die
„Ureinheit“, die “1“ vor der „1“, das “ICH“ vor dem „ich“, befindet sich vor der „0“, es ist aber
keine negative Zahl, und hat mit den sogenannten Minuszahlen nichts zu tun, es ist nicht ein
„Nichtsein“. Die „0“ repräsentiert das „Nicht-Sein“ und gehört mit dem „Sein“, das durch die
Reihe „1, 2, 3, 4, 5…“ repräsentiert wird zum Spiegelraum.
Das Shri Yantra ist so gesehen die Gesamtheit der Schöpfung, das heißt des Spiegel-Raumes.
Die eigentliche Quelle kann nicht dargestellt werden.
Die Funktion: Der Punkt entfaltet sich, vervielfältigt sich, spiegelt sich. Die Grundmatrix des Shri
Yantras ist ein Kreuz, das in der Zeichnung durch die vier Ausbuchtungen an der quadratischen
Basis sichtbar wird. Das Kreuz erzeugt eine Spannung, die sich zu drehen beginnt. Je nachdem,
ob es um Ausatmen oder Einatmen geht und die Richtung aus der das „ich“ schaut, kann eine
Rechts- oder Linksdrehung beobachtet werden. Die Rechtsdrehung bewegt den Fluss von der
Feinstofflichkeit in die Stofflichkeit (aufbauend), die Linksdrehung bewirkt die Bewegung von
Stofflichkeit zur Feinstofflichkeit (Auflösung).
Das bewegte Kreuz ist der eigentliche Antrieb des Yantras, das Symbol der Energieerzeugung
ist auch seid jeher das Sonnenrad. Im Sanskrit heist es: Svastikah, was glücklich sein bedeutet
(sv- gut, asti- ist, astikah – Sein). Das gesamte Geschehen spielt sich in einem 4-fachen Kubus
ab. Die Schöpfung gibt es 4-fach, es sind die 4 Grundwirkungsebenen, 4 Welten. (Diese sind in
sich noch feiner struktuiert).
Das “Ur-ICH“ (Mahabindu) aus dem die vier Welten hervortreten.
Die Schöpfung beginnt in der ersten Phase durch eine Selbstbeschränkung des „göttlichen
Unendlichen“. Diese Selbstbeschränkung führt zu einem „Ur-Raum“.
Der „Ur-Raum“ ist identisch mit dem „Ich-Gedanken“ dem „Aham-Kara“.
Das „Erste Wesen“ als Urgestalt allen Seins. Der Weltbaumeister entsteht noch vor dem
eigentlichen Schöpfungsgeschehen. Der Schöpfer ist selbst Teil der Schöpfung.
198„Der Architekt“ wurde selbst „entworfen“ und unterliegt den kosmischen Gesetzmäßigkeiten.
Die sogenannte Erlösung „des Architekten“ findet in dem Geschöpf statt, welches sich des
Prozesses gewahr wird und so den Demiurg befreit von der Illusion, am Anfang der Welt zu
stehen. Mathematisch gesprochen: die „1“ wird sich der „0“ bewusst und bewegt sich durch die
„0“ hindurch bis zur Quelle, die immer im Verborgenen bleibt.
Der Intellekt kann lediglich den kosmischen Körper verstehen, nicht aber die Quelle der
Schöpfung. Das Lebendige entsteht durch strukturieren und ordnen von Energie in nicht
kolloidalen Systemen.
Die Dreiecke, die einzelnen Prismen, erzeugen durch einen bestimmten Winkel eine bestimmte
Frequenz. Das „Ur-licht“ wird gespalten in einen mehrdimensionalen fraktalen „Regenbogen“.
Der Oktaeder ist hier die innerste Form und bildet den Innenraum, den Herzraum. Der
Sterntetraeder, der sich um den Oktaeder bildet, ist eine stabile Form, die den Fluss der
Energie beständig und gleichmäßig, wie ein Kristall über sehr lange Zeiträume steuern kann.
Eine Struktur, die ganz aus Tetraedern (4 gleichseitige Dreiecke bilden die Oberfläche) und
Oktaedern (8 gleichseitige Dreiecke bilden die Oberfläche) besteht, bildet eine isotropische
Vektormatrix. Diese Form als Drahtmodell gebaut, zeigt eine sehr hohe Stabilität.
Das Shri Yantra stellt die schöpferische Energie in der Aufbauphase dar.
Die je 4 nach oben und 4 nach unten gerichteten Dreiecke, schaffen einen gewissen Ausgleich,
jedoch das nach unten gerichtete Zentraldreieck gibt eine Richtung zur Erde vor. Es ist die
Energie der Geburt, die Energie der Weiblichkeit, die Energie des Zuwachses.
Im Shri Yantra liegt der Schlüssel zum Verstehen des eigenen Bewusstseins.
Leere – Punkt – Kreuz – Dreieck – Quadrat – Kreis
Die Zahlen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24
PHI=1,618033988749894848204586
e = 2,7182818284590452353602874713
PI = 3,141592653589793238462643
Phi und e scheinen durch eine wichtige Korrelation miteinander verbunden zu sein. Sie
unterscheiden sich in den ersten 4 Stellen mit 1,1 durch zwei Einsen, eine vor dem Komma,
eine nach dem Komma, wie eine Spiegelung.
199Zahlen, Formen, Farben und Klänge sind grundlegende Formen des Bewusstseins.
Meditationen mit und auf die “1“ / „1“ lassen das Wesen der “EINS“ / „EINS“ spüren.
Wenn man die wichtigsten Zahlen und Formen „durchmeditiert“ wird deutlich, wie
unterschiedlich ihr Wesen, ihre Offenbarungen sind, dass vielfältige Bewusstseinsebenen in
ihnen verborgen sind.
So verstandene Mathematik wird zu einer faszinierenden, detailreichen, wirklichen Sprache.
Elementar für das Verstehen des Shri Yantras ist, dass es ein Zentrum gibt. Dieses ist ein Punkt
in einem Kreuz. Das Yantra hat ein Zentrum, einen Anfang und eine innere „Ausdehnung“.
Die ineinander verschlungenen Dreiecke haben keinen Mittelpunkt, sind also ihrem
Wesen nach leer. Die fraktale Welt, die in Form von sich durchdringenden Dreiecken „enthalten“
ist, die sich vorzustellende unendliche Progression im Mikro- wie im Makrokosmos, ermöglichen
und erzeugen eine Bewegung, die nie zu „Anfang“ oder „Ende“ kommen kann.
Das ist das Wesen unserer äusseren Welt. In dieser Wirkungsebene, in dieser Welt ist lediglich
die Form / Struktur, nicht aber der eigentliche Inhalt sichtbar. Die Sphärenkreise, in denen sich
die mehrdimensionale Wirklichkeit befindet, bilden den Übergang vom Kubus zur Pyramide. Sie
ermöglichen die einzelnen Schritte und bilden die Membranen zwischen den Wirklichkeiten.
Funktionell betrachtet führt Vermischung zu Stillstand und Abgrenzung zur Bewegung. Das Shri
Yantra entfaltet also die ganze Kraft erst dann, wenn sie wie ein Motor exakt konstruiert ist und
alle einzelnen Bauteile von einander klar abgegrenzt sind. Erst dann kann der Treibstoff die
Energie in korrekter Weise bewegen.
Die natürliche richtige Bewegung erzeugt Überschüsse, das heisst Energie Steigerung – die
falsche unnatürliche Bewegung verbraucht immer mehr Energie und führt zum Stillstand.
Biologisch betrachtet führt solch ein Prozess in den sogenannten Tod. In diesem Sinne geht es
um belebende Bewegung.
Interessant an dieser Stelle, ist der Unterschied zwischen Dualität und Polarität. Dualität ist ein
Bewusstseinszustand der Trennung – medizinisch genannt Schizophrenie, ein nicht erwünschter
Zustand. Polarität dagegen ist eine naturgegebene Voraussetzung und unser Lebensraum. Je
weiter die Polarität, die Pole auseinander gehen, desto größere Freiräume stehen zur
Verfügung. Starke Gegenpole erzeugen Energie, Spannung und Dynamik, dass heißt Leben und
Fruchtbarkeit.
Zur Anwendung des Shri Yantras möchte ich erwähnen, dass das Yantra Bewegung erzeugt. Die
Akasha/Licht Raum (akash: von der Sanskritwurzel kash: leuchten, strahlen) wird geordnet, es
entsteht ein klares, kristallines Informationsfeld. Eine harmonische Bewegung des Pranas, der
Lebensenergie, wie wir das z.B. am Wasser beobachten können: das Fliessen in natürlicher
Umgebung, das Verwirbeln macht das Wasser reiner, lebendiger und erfrischender.
200Wenn das Wasser isoliert und unbeweglich stehen gelassen wird, führt dies zum „Umkippen“
des Elements. Das Wasser wird trübe und riecht nicht gut, es ist nicht trinkbar. Genau so
verhält es sich mit der Lebens- und Liebesenergie.
Das Shri Yantra bewegt und lenkt die Energie so, dass die Vitalität steigt.
In der Vedischen Kultur ist das Shri Yantra die Signatur der Göttin, die den Menschen Kraft und
Reichtum auf allen Ebenen bringt.
Durch den Kontakt mit dem Shri Yantra wird für mich deutlich erkennbar, wie unsere Welt durch
Menschen geträumt wird. Um eigene Träume und nicht fremdbestimmte zu kreieren, dürfen wir
zaubern, was von dem Wort säubern hergeleitet wird. Rein und klar fühlen, denken, sprechen
und handeln zu können ist der größte Zauber, das ein Menschenwesen vollbringen kann.
In diesem reinen „Zustand“ können wir uns selbst ganzheitlich erkennen und verstehen, wer
wir wirklich sind.
Die Philosophie, die Liebe zur Weisheit / Wahrheit, ist nach wie vor das Fundament auf welchem
das bewusste Denken aufbaut.
„Den einzigen Tyrannen, den ich in dieser Welt anerkenne, ist diese leise, innere Stimme.“
Mohandas Karamchand Gandhi
Das hier Gesagte möchte ich als eine Inspiration betrachten, um uns Selbst und die uns
umgebende Wirklichkeit, immer wieder neu genauestens wahrzunehmen.

T.M. Fudala
Berlin Januar 2016

Mein besonderer Dank gilt Frau Vera Koppehel, für ihre konstruktiven Anmerkungen und Hinweise sowie ihre Diskussionsbereitschaft bei dem Korrekturlesen dieser Arbeit.

 

SRI YANTRA

 

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